Was haben Zahnbürsten, PU-Schaumdosen und alte Getränkekartons gemeinsam? Sie sind drei von neun Best-Practice-Beispielen, die das europäische Projekt MOVECO in seiner neuen Broschüre vorstellt – und die neugierig machen auf das Thema Kreislaufwirtschaft.

Die englischsprachige Broschüre mit dem Titel „Your trash is my treasure“ (sinngemäß „Dein Abfall ist mein Schatz“) zeigt Produkte und Geschäftsmodelle, die Kreislaufwirtschaft bereits erfolgreich umsetzen. Sie sollen Unternehmen als Vorbilder dienen und dazu anregen, sich selbst mit dem Thema auseinanderzusetzen: Stoffkreisläufe schließen, Abfälle vermeiden, Sekundärrohstoffe nutzen, Ressourcen schonen – und dabei Geld sparen oder neue Geschäftsideen entwickeln.

In Kreisläufen denken – von der linearen zur Kreislaufwirtschaft

In der traditionellen, linearen Wirtschaft („Wegwerfwirtschaft“) werden Produkte nach ihrer Nutzungsphase üblicherweise verbrannt oder deponiert. Darin enthaltene Rohstoffe und Materialien gehen hierdurch verloren. Im Gegensatz hierzu möchte Kreislaufwirtschaft Stoffkreisläufe schließen und setzt bereits bei der Produktentwicklung an. Produkte sind gefragt, die sich möglichst leicht wiederverwenden, teilen, reparieren, recyceln oder umweltverträglich verwerten lassen. So können aus Kaffeeabfällen Schreibstifte entstehen oder aus alten Stoffen neue Taschen. Wiederverwendung von Gebrauchtem wird chic – sie schont langfristig Ressourcen und trägt zur Abfallvermeidung bei.

„Die in der MOVEO-Broschüre geschilderten Best-Practice-Beispiele zeigen die Vorteile des Denkens in Kreisläufen. Das Schließen von Materialkreisläufen ist von zentraler Bedeutung für eine lebenswerte Zukunft auf unserem Planeten“, so Grit Ackermann, Koordinatorin des MOVECO-Projekts. „Natürlich sind die Beispiele nur eine kleine Auswahl – das Projekt veröffentlicht weitere auf seiner Webseite und stellt Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unter anderem auch Begleitmaterial zur Implementierung der Kreislaufwirtschaft als Toolbox zur Verfügung.“

Die Broschüre ist online unter http://www.interreg-danube.eu/approved-projects/moveco/section/best-practice verfügbar.

Weitere Veröffentlichungen des Projekts wie die Toolbox oder Informationen zu den erarbeiteten Konzepten folgen in Kürze.

Das europäische Projekt MOVECO möchte Kreislaufwirtschaft im Donauraum fördern

MOVECO wird im Rahmen des Interreg-Donauraumprogramms der Europäischen Union gefördert und sensibilisiert Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Behörden, Wirtschaftsförderungseinrichtungen und Bürger für Kreislaufwirtschaft. Seit Dezember 2016 arbeiten zwölf Projektpartner und vier strategische Partner aus zehn Ländern zusammen, um die Kenntnisse im Bereich Kreislaufwirtschaft zu fördern und die Rahmenbedingungen für zirkuläre Produkte und Geschäftsmodelle in der Donauregion zu verbessern. Die Projektkoordination liegt bei der Industrie- und Handelskammer Slowenien. Am Projektkonsortium sind auch zwei deutsche Partner beteiligt: die Bayerische Forschungsallianz (BayFOR) GmbH aus München und der Trägerverein Umwelttechnologie-Cluster Bayern e.V. aus Augsburg, der die Broschüre für das Konsortium konzipiert hat.

Weitere Informationen

http://www.interreg-danube.eu/approved-projects/moveco/section/best-practice

Kontakt für die Presse bezüglich der Broschüre

Elisabeth Beer

Tel.: +49 821 455798-0

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Trägerverein Umwelttechnologie-Cluster e.V.

Am Mittleren Moos 48

86167 Augsburg

Communication Office des Projekts

Rosina Lohmeyer

Tel.: +49 (0)89 – 9901 888 -174

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Bayerische Forschungsallianz (BayFOR) GmbH

Prinzregentenstraße 52

80538 München