Französisch wird nicht nur in Frankreich gesprochen – auch in der Schweiz, in Kanada, Belgien und vielen anderen Ländern. Heute berichtet GeoPolyGlob über die Abfallsortierung in der kanadischen Provinz Québec und über die hochgesteckten Ziele der Inseln Réunion und Französisch-Guyana.

Kanada: Zukunft der Sortieranlagen in Québec sichern

Nachdem China den Import von Plastikmüll zum Jahreswechsel gestoppt hat und ab März auch den Import von vorsortierten Kunststoffabfällen verbieten will, stehen die Sortierzentren der Provinz Québec in Kanada vor großen Herausforderungen. 60 Prozent der dort recycelten Materialien wurden bislang hauptsächlich nach Asien und insbesondere nach China exportiert.

Da China zudem die Qualitätsstandards für importierte Abfälle wie Elektroschrott und Altpapier angehoben hat, müssen die Sortieranlagen modernisiert und teilweise ganz erneuert werden. Nur so kann Québec die neuen Anforderungen erfüllen und mit China im Geschäft bleiben.

Mit drei Millionen Dollar will die Regierung von Québec unter Premierminister Philippe Couillard die Modernisierung unterstützen und damit die Entwicklung der lokalen Kreislaufwirtschaft vorantreiben. Denn Wirtschaft und Arbeitsplätze haben in Québec obserste Priorität.

Zudem werden in Québec nur 54 Prozent der wiederverwertbaren Materialen recycelt. Das von der Regierung festgelegte Ziel liegt bei 70 Prozent. Noch ein Grund warum deutsche Hersteller mit ihrer modernen Technik für Abfallsortierung und -behandlung hier eine gute Chance haben.

Frankreich: Energieautarkie der Inselgebiete soll bis 2030 gewährleistet sein

Die französischen Überseeinseln sind zahlreich und über den Globus verstreut: im Mittelmeer, im Pazifik, im indischen Ozean, in der Karibik... Sie alle sollen bis 2030 ihren Energiebedarf aus eigener Kraft decken und das möglichst aus erneuerbaren Energien. Die Voraussetzungen dafür sind günstig: Sonne, Meer und Wind sind im Überfluss vorhanden.

Réunion hat sich ein hohes Ziel gesteckt: Bis 2030 will die Insel ihren gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Energien decken. Heute tragen erneuerbare Energien zu 30 Prozent zum Energiemix bei. Die Zukunft sieht man in Hydroelektrizität, Windkraft, Photovoltaik und der Energiegewinnung aus Resten der Zuckerrohrproduktion (Bagasse). Das tropisch-sommerfeuchte Klima mit zahlreichen Sonnentagen und regenreichen Perioden, das interessante Relief der Insel sowie die stark ausgebaute Landwirtschaft bieten dafür gute Voraussetzungen.

Französisch-Guyana – bekannt durch seinen Weltraumbahnhof – ist da schon einen Schritt weiter. Bis 2023 will die Insel 85 Prozent ihres Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien decken. Dabei setzt man auf einen Mix aus Wasserkraft, Sonnenenergie, Biomasse und Diesel. Vorangetrieben werden soll insbesondere der Bau von Photovoltaikanlagen und Anlagen zur energetischen Nutzung von Biomasse. Daher freut man sich auch über deutsche Unternehmen, die sich an den laufenden öffentlichen Ausschreibungen beteiligen.

 

Möchten Sie mehr erfahren? Frau Arnauld des Lions von GeoPolyGlob (www.geopolyglob.de) und das Team des Umweltcluster Bayern stehen Ihnen gern für weitere Informationen zur Verfügung!