Zunehmender Verkehr, wachsende Bevölkerung und steigender Konsum stellen die wichtigsten gesellschaftlichen Trends und damit große Herausforderungen für die Erhaltung der natürlichen Ressourcen wie auch der (Lebens-)Qualität der Luft dar. Schadstoffe, die insbesondere durch die Verbrennung von konventionellen Energieträgern freigesetzt und in die Umgebungsluft emittiert werden, haben schädliche Auswirkungen auf Mensch und Natur. Als Hauptquellen solcher Schadstoffe zählen die verarbeitende Industrie, herkömmliche Kraftwerke zur Erzeugung von Strom und Wärme und vor allem der Verkehr, der darüber hinaus als hauptursächlich für steigende Lärmemissionen anzusehen ist. Luftverschmutzung, CO2-Emissionen und Lärmbelästigung verursachen enorme externe Kosten; die Reinhaltung der Luft nimmt daher einen bedeutenden Stellenwert ein.
Maßnahmen zur Luftreinhaltung und dem Lärmschutz müssen ökologischen wie ökonomischen Ansprüchen genügen. Sie setzen dabei auf die Verminderung bzw. Verhinderung der Schadstoff- oder Lärmfreisetzung. Im Bereich der Luftreinhaltung umfassen entsprechende Techniken daher den produktionsintegrierten wie auch den additiven, also nachgelagerten Umweltschutz.
Der Markt für Luftreinhaltungstechnik – als beispielhaft können hierbei Katalysatoren, Filter oder Anlagen zur emissionsarmen Produktion genannt werden, ist entsprechend groß und hat dank aufsteigender Exportmärkte weiteres Wachstumspotential. Laut Schätzungen des Fachverbands Allgemeine Lufttechnik des VDMA (Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbauer) lag das Umsatzvolumen der Luftreinhaltungstechnik für industrielle Anwendungen in Deutschland, im Jahr 2008 bei über zwei Mrd. EUR. Der Anteil der bayerischen Umwelttechnologiefirmen macht laut Ergebnissen einer aktuellen ifo-Studie mehr als elf Prozent aus. Dies entspricht einem Umsatzvolumen von ca. 250 Mio. EUR.
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