Im Rahmen des Cross-Cluster-Projektes "Startups als Innovationsmotor für KMU" ist der Umweltcluster gemeinsam mit dem Chemie-Cluster mit Mitgliedern und verschiedenen Multiplikatoren im Austausch. Zudem ist eine gemeinsame Veranstaltung am 16.10. geplant.


In dem Projekt sollen sowohl Erfahrungen und Bedarfe der Mitglieder im Bereich Startupkooperation erhoben werden, als auch geeignete Multiplikatoren und innovative junge Unternehmen der Chemie- und Umweltbranche identifiziert werden. Ziel ist es, Kooperationen zwischen KMU und Startups anzustoßen.

Durch die derzeit gute Konjunktur fehlen mittelständischen Unternehmen häufig die Kapazitäten, um an Innovationen zu arbeiten oder neue Geschäftsmodelle v.a. im Hinblick auf die Digitalisierung zu durchdenken. Auf der anderen Seite ist für die Entwicklung aufwändiger Prozess- und Anlagentechnologien oftmals kostspielige Laborausrüstung nötig oder es fehlt Gründer*innen an Möglichkeiten zum Up-Scaling vom Labor- zum Demonstrations- oder industriellen Maßstab. Bestehende Startup-Förderungen reichen hier oftmals nicht aus. Die Zusammenarbeit beider Akteursgruppen könnte also einen echten Mehrwert bieten, der von der gemeinsamen Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen ("Co-Creation") bis zum strategischen Investment reichen kann.

Besonders aktiv beim Thema Startups ist das Clustermitglied WILO SE. Seit anderthalb Jahren scant das Unternehmen systematisch Startups im Bereich Smart Building und Wassermanagement und fördert einen Wasser-Accelerator - und kann durch die Kooperation mit den Gründer*innen aus aller Welt zukunftsfähige neue Geschäftsmodelle und Technologien für das eigene Unternehmen entwickeln. Alfred Mayr und Laura Jantz vom Umweltcluster tauschten sich daher mit Alexander Hain vom Wincubator in Berlin aus. Man müsse deutschen Unternehmen die Angst vor der Digitalisierung nehmen und chancenorientiert denken, anstatt stets den disruptiven Charakter zu betonen, so Hain. Da Startups aufgrund ihrer kürzeren Innovationszyklen beim Thema Digitalisierung weiter seien als etablierte Unternehmen, läge eine besondere Chance in der Zusammenarbeit für KMU.

Gemeinsam mit dem Chemie-Cluster Bayern und der IHK München plant der Umweltcluster am 16.10.2018 eine Veranstaltung, um v.a. KMU der Umwelt- und Chemiebranche Möglichkeiten der Kooperation mit Startups aufzuzeigen und Erfahrungen auszutauschen. Zudem werden sich innovative junge Unternehmen vorstellen. Merken Sie sich den Termin schon einmal vor - mehr Infos dazu finden Sie in Kürze hier!

 

Der Umweltcluster zu Besuch beim Wincubator in Berlin (v.l.n.r.: Laura Jantz, Alexander Hain, Alfred Mayr). Foto: Umweltcluster Bayern.