Unter diesem Motto stand die diesjährige Veranstaltung der Reihe im Netzwerk Zirkuläres Bauen am 22. September 2026. Das Netzwerk wird von A3 koordiniert und vom Umweltcluster unterstützt.
Im Mittelpunkt der Netzwerkveranstaltung in der Alten Mensa der TH Augsburg stand die wirtschaftliche Betrachtung des zirkulären Bauens im Hoch- und Straßenbau. Mehrere Referentinnen und Referenten zeigten anhand zahlreicher Praxisbeispiele – insbesondere aus Baden-Württemberg und Hessen –, wie bereits in der Planungsphase zirkuläre Ansätze berücksichtigt werden können.
Dabei wurde deutlich, dass sich durch eine frühzeitige Planung nicht nur Ressourcen schonen, sondern auch Kosten einsparen lassen. Bei der Zusammenarbeit mit Herstellern kostenintensiver Bauteile, beispielsweise Brandschutztüren, Fenstern oder Fassadenplatten, können durch zirkuläre Planung und Wiederverwendung erhebliche Einsparpotenziale entstehen.

Auch bei öffentlichen Bau- und Straßenprojekten spielt die Ausschreibung eine wichtige Rolle. In Baden-Württemberg ist der Einsatz von Recycling-Beton (R-Beton) bereits stärker in entsprechenden Vorgaben verankert; in Bayern sind entsprechende Regelungen vorgesehen. Auch bei privaten Hochbauprojekten könnte die Entscheidung für R-Beton durch eine entsprechende Gestaltung der Ausschreibungs- und Planungsformulare erleichtert werden. Dadurch könnten beispielsweise mineralische Wertstoffe aus dem Aushub frühzeitig für eine weitere Nutzung in Zementwerken oder Ziegeleien berücksichtigt werden.
Die Veranstaltung machte deutlich: Rechtlich bestehen bereits zahlreiche Möglichkeiten, zirkuläres Bauen umzusetzen. Gleichzeitig muss sich der Ansatz noch stärker im Planungsalltag von Bauherrschaften, Architektinnen und Architekten sowie Planerinnen und Planern etablieren. Werden zirkuläre Potenziale bereits in der Planung berücksichtigt, können spätere Entsorgungskosten reduziert und vorhandene Ressourcen besser genutzt werden.
Weitere Informationen auch zur Veranstaltung finden sie hier.





