- für eine zukunftsfähige Wirtschaft im bayerisch-österreichischen Grenzraum

Die Circular Foresight Initiative (CFI) vereint 7 kreislaufwirtschaftliche Vorreiterorganisationen und CE-Netzwerke aus Bayern und Österreich, um innovative, zirkuläre Wertschöpfungsprozesse in Branchen mit hoher Materialintensität zu fördern. Das Projekt mit 30 Monaten Laufzeit wird aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Interreg Bayern-Österreich Programmes finanziert.
Lösungsansätze
Die Circular Economy (CE) verspricht Ansätze für die Lösung der drei drängendsten Probleme vor denen der Europäische Wirtschaftsraum sowie viele Regionen in Europa stehen:
- Mehr Nachhaltigkeit durch Kreislaufwirtschaft: zirkuläre Praktiken führen zur Reduktion des Materialverbrauchs und damit zur Reduktion von Treibhausgasemissionen (ökologische Nachhaltigkeit) sowie ebenso zur Reduktion von Materialkosten und Kostenrisiken von Unternehmen (ökonomische Nachhaltigkeit).
- Diversifizierung der Rohstoffquellen durch die Erschließung des Materialstocks als zusätzliche Rohstoffquelle mithilfe der R-Strategien (Reuse, Refurbishment, etc.).
- Mehr Resilienz in der Rohstoffversorgung durch höhere Verfügbarkeit von Sekundärrohstoffen bzw. geringerer Nachfrage wegen langlebigerer Produkte.
Projektziele
- Resilienz erhöhen durch mehr Sekundärrohstoffe und langlebigere Produkte.
- Praxisnahe Zukunftspfade für KMU entwickeln auf Basis echter Bedarfe.
- Pionierwissen nutzbar machen, um materialintensive Branchen bei der Transformation zu unterstützen.
- Circular-Foresight-Methodik testen und weiterentwickeln.
- KMU-orientierte Angebote für Einsteiger aufbauen.
- Ein grenzüberschreitendes Innovationsnetzwerk etablieren für dauerhafte Zusammenarbeit.
Die CFI verfolgt einen grenzüberschreitenden Ansatz, der von den Erfahrungen, der Expertise und den Kontakten aller Partner profitiert. Die CFI fördert die zirkuläre Transformation im bayerisch- österreichischen Grenzraum mit einem ergebnisoffenen Bottom-Up-Ansatz. Im Gegensatz zu Top- Down Ansätzen, die vorgefertigte Lösungen wie digitale Tools entwickeln, richtet sich die CFI an die unbekannten Bedürfnisse von Unternehmen bei der Implementierung von Maßnahmen zur Stärkung der CE. Dabei nutzt sie die Expertise und das Erfahrungswissen zirkulärer Vorreiterunternehmen (Pioniere) aus materialintensiven Branchen.
Projektaktivitäten
- Analyse der Erfahrungen zirkulärer Pionierunternehmen in Workshops
- Identifikation von Herausforderungen und erfolgreichen Lösungsstrategien
- Entwicklung praxisnaher, handlungsorientierter Zukunftspfade für Unternehmen
- Validierung der Erkenntnisse gemeinsam mit teilnehmenden Unternehmen
- Einsatz der Circular-Foresight-Methodik (CFM) als methodische Grundlage
- Kombination aus Szenarioanalyse und Corporate Foresight mit CE-Fokus
- Entwicklung und Anwendung der Methodik an der Technische Hochschule Rosenheim
- Vorhandener Prototyp aus dem berufsbegleitenden CE-Masterstudiengang
Zielgruppe
Zielgruppe sind vor allem KMU mit Erfahrung, Know-How, Anwenderwissen und Erfahrung in Bezug auf die Umsetzung von Kreislaufwirtschaftsmaßnahmen. Für diese wird basierend auf dem entwickelten Verständnis unternehmens- und wertschöpfungskettenspezifische Zukunftspfade für die Kreislaufwirtschaft erarbeitet. Diese Erkenntnisse werden genutzt, um Angebote für kreislaufwirtschaftliche Einsteigerunternehmen zu unterstützen und konkrete Angebote für diese zu entwickeln.
Für eine bessere Erreichung der Kernzielgruppe werden die CFM-Workshops in bestehende
Veranstaltungsformate wie Messen oder Branchentreffen integriert. Die CFI unterstützt Unternehmen dabei, die grüne Transformation erfolgreich zu gestalten. Zentrales Ergebnis ist ein tiefgreifendes Verständnis der Bedürfnisse und Herausforderungen von Unternehmen sowie die Identifizierung der wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche zirkuläre Transformation.
Der Kern des Projekts liegt im Aufbau eines strukturierten, grenzüberschreitenden
Innovationsnetzwerks, das Wissen der kreislaufwirtschaftlichen Pioniere nutzt, um zirkuläre
Zukunftsstrategien gemeinsam mit Forschungseinrichtungen und Clusterorganisationen zu
entwickeln, die von KMU aus der Region angewandt werden können.
Projektlaufzeit
01.01.2026 – 30.06.2028
Leadpartner
Wirtschaftsförderungsgesellschaft Burghausen mbH
Projektpartner
- Wirtschaftsförderungsgesellschaft Burghausen mbH (LP), DE
- TH Rosenheim, Fakultät für Chemische Technologie und Wirtschaft (Campus Burghausen), DE
- Ressourcen Forum Austria, AT
- Business Upper Austria - OÖ Wirtschaftsagentur GmbH
- Trägerverein Umwelttechnologie-Cluster Bayern e.V.
- Standortagentur Tirol GmbH
- Innovation Salzburg GmbH

Informationsmaterial zum Download
Finanzierung
INTERREG Bayern-Österreich 2021-2027
Projektnummer BA0100347
Interesse?
Bei Interesse am Projekt wenden Sie sich bitte per E-Mail an Dr. Eva Schichl oder Anja Beckord.

Anja Beckord, M.Sc.
Dr. Eva Schichl



