Das 3. CREATE-Fachforum „Abbaubarkeit von Biopolymeren“ fand am 21. April 2026 bei der WEIMAKO GmbH in Peißenberg statt und verband die Fachforen „Best Practice und Marktzugang“ sowie „Kreislaufschließung und Kompostierung“.
Rund 20 Teilnehmende aus Wissenschaft, Wirtschaft und Entsorgungspraxis diskutierten fachliche, praktische und kommunikative Fragen rund um biologisch abbaubare Kunststoffe.

Die vier Expertinnen und Experten Christian Lott von Hydra Marine Sciences GmbH, Dr. Mona Duhme von Fraunhofer UMSICHT, Frank Hoebene von NTIC Europe sowie Karl Stein vom Abfallzweckverband Kempten gaben spannende Einblicke und wertvolle Impulse.
Die Veranstaltung griff die Frage auf, wie biologische Abbaubarkeit fachlich bewertet, in Anwendungen eingeordnet und gegenüber unterschiedlichen Zielgruppen verständlich kommuniziert werden kann. Dabei zeigte sich, dass die Bewertung stark vom jeweiligen Anwendungsfall, den Entsorgungswegen und den zugrundeliegenden Prüf- und Nachweisverfahren abhängt.
Besprochen wurden unter anderem Normen, Zertifizierungen und Testmethoden sowie deren Aussagekraft für reale Umwelt- und Entsorgungsbedingungen. Auch die Perspektive der Abfallwirtschaft spielte eine wichtige Rolle, insbesondere mit Blick auf missverständliche Begriffe, Verbraucherwahrnehmung und mögliche Fehlwürfe.
In den Workshops wurde die Kommunikation von Abbaubarkeit anhand konkreter Produktbeispiele vertieft. Dabei ging es vor allem um die Frage, wie Aussagen zu biobasierten Anteilen, Kompostierbarkeit und biologischer Abbaubarkeit klar, überprüfbar und rechtlich belastbar formuliert werden können. Die Veranstaltung zeigte weiteren Klärungsbedarf bei fachlicher Bewertung, Verbraucherkommunikation und rechtssicherem Marketing.

Betriebsbesichtigung bei WEIMAKO (Foto: CREATE)
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