Ziel des Workshops am 16.01. in Augsburg war es, Marktpotenziale und Fördermöglichkeiten für innovative Biomassekonzepte in Kolumbien vorzustellen sowie potenzielle Projektpartner zu identifizieren.

Der Umweltcluster Bayern ist Partner des Projektes "BioCaBa" (gefördert vom BMBF). Dabei werden gemeinsam mit der Prolignis Energie Consulting GmbH und dem Institut für neue Energie-Systeme (InES) der Technischen Hochschule Ingolstadt die Potenziale für die energetische Verwertung von Reststoffen aus der Agrar- und Nahrungsmittelindustrie in Valle del Cauca, Kolumbien, evaluiert. Darüber hinaus wird die Kooperation mit dem Cluster de Bioenergía aus Cali intensiviert und Fragen der Clusterentwicklung vertieft. Der Workshop war Teil dieses Projektes.

Bereits die Vorstellungsrunde zu Beginn der Veranstaltung verdeutlichte die Vielfalt der Interessen und Branchen der 15 Teilnehmenden: So waren VertreterInnen aus Wissenschaft und Wirtschaft anwesend, die z.T. bereits über umgangreiche Erfahrungen in Kolumbien verfügten und unterschiedliche Schwerpunkte (Biogas, thermische Verwertung von Biomasse, stoffliche Verwertung z.B. als Baustoff etc.) bearbeiteten. Andere Teilnehmende wiederum nutzten die Gelegenheit, sich einen ersten Überblick über das Land und mögliche Geschäftschancen zu verschaffen.

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Wolfgang Krug, Leiter Internationales Projektmanagement bei der Prolignis Energie Consulting GmbH, präsentiert die Ergebnisse der Studie. Foto: Umweltcluster Bayern.

Im Rahmen eines Impulsvortrags bot Pamela Valdivia, Bayerische Repräsentantin in Südamerika, vis Skype einen Einblick in die Aktivitäten der Repräsentanz und gab hilfreiche Tipps für die Geschäftsanbahnung mit kolumbianischen Partnern sowie Hinweise auf relevante Branchen-Events vor Ort. Anschließend wurden die Projektaktivitäten sowie die vorläufigen Studienergebnisse vom Projektteam (Laura Jantz-Klinkner - Umweltcluster Bayern; Wolfgang Krug - Prolignis; Abdessamad Saidi - THI) vorgestellt sowie vom EZ-Scout Oliver Wagener Fördermöglichkeiten für Projekte in Kolumbien aufgezeigt. Anschließend bestand für die Teilnehmenden die Gelegenheit zum intensiven Austausch.

Im BioCaBa-Projekt steht im April der Besuch des Congreso Nacional de Bioenergíe in Cali an - interessierte Akteure aus dem Biomassebereich können sich gern an Frau Jantz wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, +49 821 455 798-24.