Nachhaltige Umwelttechnologien durch Sensorik

 

Flyer Cross Cluster NUTSEN

Hintergrund

Wasser kommt in vielfältigen industriellen Prozessen zum Einsatz. Als wichtigstes Lösungs-, Kühl- und Reinigungsmittel ist es in den meisten Produktionsbereichen eine unverzichtbare und nicht zu ersetzende Ressource. Vor dem Hintergrund von Wasserverknappung und Nutzungskonkurrenz kommt neben der Wasserverfügbarkeit auch den Abwassereinleitbedingungen eine steigende Bedeutung zu. Scheidet Wasser aus dem Industriekreislauf aus, müssen bei der Reinigung geltende Umweltstandards erfüllt werden.

Das Cross-Cluster-Projekt NUTSEN2.0 baut auf den Erfahrungen des Projekt NUTSEN auf. Dieses unterstützte vergangenes Jahr den Wissens- und Technologietransfer im Bereich praxistauglicher und nutzerfreundlicher Lösungen für das kommunale Wassermanagement. In NUTSEN 2.0 werden bisherige Erkenntnisse aus Analysen und Bedarfserhebungen auf das industrielle Wassermanagement übertragen.

Projektziel

Die Fortsetzung der Cross-Cluster Zusammenarbeit zwischen dem Cluster Sensorik und dem Umweltcluster Bayern beabsichtigt die Entwicklung folgender Potentiale

  • Effiziente Wassernutzung: Durch die Übertragung praxistauglicher Lösungen aus anderen Sektoren kann die Industrie ihren Wasserverbrauch optimieren und Ressourcen einsparen.
  • Nachhaltige Industriepraktiken: Die Implementierung bewährter Lösungen fördert nachhaltiges Wassermanagement, was positive Auswirkungen auf die Umwelt und regionale Ökosysteme hat.
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit: Die Nutzung innovativer und nutzerfreundlicher Technologien macht bayerische Industrieunternehmen wettbewerbsfähiger und positioniert sie als Vorreiter im Hinblick auf ein nachhaltiges Wassermanagement.
  • Förderung der Resilienz: Die Übertragung erprobter Lösungen trägt dazu bei, die Industrie zeitnah resilienter gegenüber künftigen Veränderungen und Krisen zu machen.

Aktivitäten

Analyse und Technologiescouting: Identifikation geeigneter Lösungen

In enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Clustern, Unternehmen und Forschungseinrichtungen werden in Ergänzung zum Wissensstand aus NUTSEN 2023 praxistaugliche und nutzerfreundliche Lösungen aus anderen Sektoren identifiziert.

Adaption und Anpassung

Damit sich umweltfreundliche und ressourcenschonende technische Lösungen durchsetzen, müssen sie praxistauglich und nutzerfreundlich sein. Hierbei ist zu berücksichtigen, wie die identifizierten Lösungen an die spezifischen Bedürfnisse des industriellen Wassermanagements adaptiert werden können.

Pilotprojekt und Testphase

Das Projekt richtet sich einerseits an KMU und Start-ups, die Lösungen für ein intelligentes und nachhaltiges Wassermanagement anbieten oder entwickeln. Andererseits sind Industrieunternehmen mit wasserintensiven Produktionsprozessen erste Adressaten der Technologielösungen. Um einen gesamtheitlichen Technologietransfer zu gewährleisten, werden wissenschaftliche Institutionen und Forschungseinrichtungen einbezogen.

Die Konzeptvorschläge werden in einem ausgewählten Industrieunternehmen eigenverantwortlich erprobt und auf ihre Effektivität geprüft. Darauf aufbauend wird ein allgemeingültiges Industriemodell entwickelt, welches durch eine Optimierung des Wassermanagement den Anforderungen von Umweltschutz und Klimaanpassung gerecht wird.

Wissens- und Ergebnistransfer

Ergebnisse und Erfahrungswissen werden kontinuierlich bekanntgemacht und an einen breiten Kreis weitergegeben. Auch der Fortschritt des Pilotprojekts wird dokumentiert, um damit einem erfolgreich in der Praxis umgesetzten Beispiel Sichtbarkeit zu verleihen, und zugleich für die Realisierung neuer Projekte motivieren.

Konsortium

Cluster Sensorik
Umweltcluster Bayern

Förderung und Projektlaufzeit

Das Projekt NUTSEN wird im Rahmen der Förderinitiative „Cross-Cluster Bayern“ durch das Bayrische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert. Das Projekt läuft im Zeitraum vom 01.01.2024 - 31.12.2024.

Rückblick

19.01.2024 | KickOff-Treffen